Die Nr.1 bei Heimtextilien nach Maß

Willkommen!


Textil Werkstatt Obermühle


Die Textil Werkstatt Obermühle erzeugt im schönen Waldviertel in Niederösterreich schon seit über 10 Jahren qualitativ hochwertige Matratzen und Bettzubehör aus reinen Naturprodukten. Hierzu werden in der ökologisch geführten Werkstatt ausschließlich hochwertige Materialien in geprüfter Qualität verwendet.
Die Textil Werkstatt Obermühle bietet den Kunden Gesunden Schlaf aus dem Waldviertel!

Die Firma Textil Werkstatt Obermühle können Sie wie folgt kontaktieren:

Textil Werkstatt Obermühle
Tiefenbach 21
3851 Kautzen
Niederösterreich
E-Mail: obermuehle@textilshop.at

Produktgruppen im textilshop:


Die Geschichte der Obermühle

nach Erzählungen ehemaliger Arbeiter und Bewohner, gesammelt von Barbara Gabler*
Die Obermühle wurde bereits im 16.Jahrhundert als Getreidemühle erwähnt. Es gab auch eine Wirtsstube, in der die Kunden auf das Fertigmahlen des Getreides gewartet haben. Später dürfte die Obermühle nur noch Wirtshaus gewesen sein, bis sich schließlich 1890 die erste Textilfabrik hier ansiedelte.
Zuerst war sie Standort der mechanischen Weberei Oser, von 1909 bis 1926 gab es in der Obermühle eine Knopffabrik, die aber dann nach Russland verkauft wurde - so kamen viele alte Tiefenbacher einmal ins Ausland sozusagen als „Gastarbeiter“ - indem sie dort die Produktion wieder aufbauten. Die Knöpfe waren aus Steinnuss gedrechselt (siehe auch Heimatmuseum Kautzen) und wurden auch gefärbt.
Danach kam wieder eine Weberei - die Firma Johann Garber und Söhne. Der Ahne der Firmenchefs war angeblich der erste Europäer, der von irgendeinem Sultan das Patent zur "Schlingerlweberei" bekommen hatte - vermutlich der Anfang der Frottierwarenherstellung. Die Familie Garber erlitt im 2.Weltkrieg ein tragisches Schicksal - Über den Verbleib des Ehepaares Garber weiss man nichts genaues, die Kinder waren nach England geflohen. Der sehr solidarische Geschäftsführer wurde damals – so erzählt man sich - über dem Bewahren der Firmenunterlagen für die Rückkehr seines Chefs verrückt .
Es gab bis Anfang der 80er Jahre noch einen guten Geschäftsführer, der für die englischen Erben, die niemals wiederkamen, die Geschäfte führte. Nach seiner Pensionierung ging es bergab - innerhalb der 80er Jahre gab es 2 oder 3 Konkurse.
Viele Tiefenbacher und Groß Taxener haben in der Obermühle gearbeitet - angeblich waren es einmal 50 Arbeitsplätze in der Weberei, Schweiferei, Näherei...)
Der Hügel mit dem Keller beherbergt eine Kegelbahn, bei der sich junge Mädchen Taschengeld verdient haben - man sieht noch die Bahn, die aus Lehm und Ochsenblut so dick gestampft ist, dass bis heute nichts darauf wächst, man könnte sie sogar eines Tages reaktivieren. Die Leute haben sich damals ihre eigenen Jausen und Getränke von Zuhause mitgenommen, da der Wirtshausbetrieb bereits eingestellt war - und es war sehr lustig unter den Linden.
Die Mutter des ehemaligen Bürgermeisters Kasses hat in der Obermühle angeblich im Laufe ihrer Tätigkeit als Hebamme an die 70 Kinder auf die Welt gebracht - daher auch die vielen Besuche von Leuten, die hier eine glückliche Kindheit erlebt haben. So war immer viel los in der Obermühle.

* Barbara Gabler (damals Pauleschitz) lebte und arbeitete in der Obermühle von 1989-1998. Sie war die Gründerin des Wollwerk Obermühle.


Die Gründung der Obermühle – Werkstätten


Die Obermühle wurde im Herbst 1988 von Barbara Gabler (damals Pauleschitz) entdeckt. Die Marktgemeinde Kautzen hatte das Gebäude aus der Konkursmasse ersteigert und war noch auf der Suche nach einer Verwendung. Barbara’s Pläne, eine Wollverarbeitung sowie andere Handwerksbetriebe in der Obermühle anzusiedeln gefiel dem Gemeinderat und man einigte sich auf einen Leasing - Vertrag.
Aus den Beständen der Weberei Anderl & Co, Kleedorf sowie aus der Konkursmasse der ehemaligen Spinnerei Patria, Heidenreichstein wurden Maschinen für die Wollverarbeitung gekauft. Einige Maschinen wurden auch selbst gebaut oder neu angeschafft. Weiters siedelte sich vorerst eine Tischlerei sowie eine Buntmetallgießerei in der Obermühle an.
Die Textilwerkstatt, in der vor allem Decken, Polster und Matratzen aus Schafwolle und anderen Naturmaterialien erzeugt wurden, ergänzte die Wollverarbeitung ideal.
Schon bald entstand eine große Palette von Produkten aus Schafwolle und anderen Naturmaterialien. Alle Beteiligten waren sich einig dass in der Obermühle eine Handwerksgemeinschaft entstehen sollte, die qualitativ hochwertige und umweltfreundliche Produkte aus vorwiegend heimischen Rohstoffen erzeugt und gemeinsam vermarktet.
Als Voraussetzung dafür wurde gemeinsam der Bau einer biologischen Kläranlage sowie der Umbau der bestehenden Ölheizung auf eine Hackschnitzel - Heizung beschlossen. Die behördliche Bewilligung einer sogenannten Pflanzenkläranlage war speziell für einen Gewerbebetrieb damals eine problematische Angelegenheit. Nach vielen, scheinbar unüberwindlichen Hindernissen und ohne jegliche Förderung gelang es letztlich doch dieses Projekt durchzubringen und somit den Grundstein für weitere Kläranlagen dieser Art in der Region zu setzen.
Auch die Idee, aus regionalen Rohstoffen wie Schafwolle hochwertige Naturprodukte zu erzeugen, machte Schule und so entstanden in vielen anderen Regionen ähnliche Betriebe und Produkte. Nicht zuletzt war die Obermühle auch wesentlich an der Wiederentdeckung und –Verarbeitung der Handfilztechnik beteiligt.
Im Herbst 1999 siedelte sich der Handweber Hermann Ebner in der Obermühle an und übernahm von Barbara Gabler auch die Wollverarbeitung und die Filzproduktion.